DIE GESCHICHTE
Podere Villole wurde im Jahre 1606 als Gutshof (Podere = Gutshof) auf den Ruinen eines ehemaligen Castello erbaut. Mehr als 350 Jahre war das Anwesen danach ein ertragreiches Gut mit der damals üblichen Mischkultur aus Oliven, Wein und Getreide. In den 1980er Jahren wurde der Gutshof jedoch nach und nach aufgegeben, blieb für einige Jahre unbewohnt und drohte langsam zu verfallen.
Als ich das Haus 1998 inmitten von 35 Hektar Wald fand, war es Liebe auf den ersten Blick. Und von da an eine Menge Arbeit. In zwei Bauabschnitten (1999 und 2005) wurde das Anwesen auf den modernen Standard unserer Zeit gebracht, ohne die historische Substanz und Erhabenheit zu verändern. Immernoch versorgt etwa die eigene Zisterne aus 70 Metern Tiefe das Haus mit bestem Wasser. Auch die Stromversorgung wurde aufwendig unterirdisch verlegt, um die Ursprünglichkeit des Gebäudes zu bewahren. Neu hinzugefügt wurde lediglich der große Pool am Rande des Olivenhains mit Blick ins weite Arnotal und auf die ersten Hügeln des Chianti.
Heute zeigt sich das Podere Villole von den gegenüberliegenden Hügeln als Kleinod und Refugium, das nicht einfach zu erreichen, aber noch schwerer zu vergessen ist.
Ihr Knut Vohrer-Dolpp